Leben von St. Benedikt

benedekÜber das Leben von St. Benedikt (ca. 470-547) ist wenig bekannt. Von keinem einzigen seiner Zeitgenossen blieb ein auf ihn bezogener Verweis erhalten. 40 bis 50 Jahre nach seinem Tod schrieb der Große Papst St. Gregor (aus den Erzählungen noch lebender Zeugen) im zweiten Teil seines Buches mit dem Titel Dialoge sein Leben auf. Das ist allerdings nach Absicht des Autors eine Reihe von mit dem Leben von Benedikt verbundenen kleinen Geschichten und Wundern. Papst Gregor will den Lesern bewusst machen, dass sein Held Benedikt - dem Namen nach und der Gnade nach gesegnet- (das ist auch die Bedeutung des Namens Benedictus) --, alle Geschenke der Seele erhielt. Als Lebensdaten geht aus dieser Erzählreihe allerdings auch klar hervor: Er stammte aus der in den Sabiner-Bergen gelegenen kleinen Stadt Nursia (heute: Norcia), lernte in Rom, zog sich jedoch, - abgestoßen vom dortigen unmoralischen Leben - vor Beendigung seiner Studien zurück. Zuerst nach Enfide (heute: Affide),dann später nach Sublacum (heute: Subiaco) in das Tal des Flüsschens Anio. Hier lebte er jahrelang als Einsiedler, dann sammelte er in einem kleinen Kloster Schüler um sich. Später ging er -nach der Überlieferung 529 - auch von hier aus weiter, ließ sich endgültig auf dem Berg Cassinum (heute: Monte Cassino) nieder und gründete dort sein Kloster.

Für diese Gemeinschaft schrieb er das Regelbuch, die Regula.
Für das Christentum im Westen schufen die der Regula von St. Benedikt folgenden Mönche, die Benediktiner, das Mönchtum.